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Zahlen und Fakten zum Kurs „Wie funktioniert das Internet?“

Vor kurzem ging Prof. Meinels Kurs „Wie funktioniert das Internet“ zu Ende. Das erhaltene Feedback zum Kurs ist durchweg positiv. Hier ein paar Stimmen der Teilnehmer:

Vielen Dank für den tollen Kurs!

Er war zwar doch recht anspruchsvoll, aber gerade dieser Punkt macht ihn um so interessanter.

Die kurzen Einführungen in und Vorführungen der Tools, wie netcat, Wireshark oder Browser-Entwickler-Tools, fand ich sehr spannend.

Auch das Teaching Team war mit dem Kursverlauf absolut zufrieden und spricht den Teilnehmern ein großes Lob aus. „Die Stimmung im Forum empfanden wir als äußerst konstruktiv – die Lerngemeinschaft hat selbständig viele Themen aus dem Kurs in den Diskussionen aufgegriffen und vertieft. Auch die Abschlussquote von 18 % liegt über dem Durchschnitt und ist sehr erfreulich“, so Christian Willems, der den Kurs betreute.

Ein paar weitere interessante Zahlen und Fakten zum Kurs haben wir hier zusammengestellt:

Verteilung der Altergruppen   

Die einzelnen Balken symbolisieren jeweils eine Altersgruppe von 10 Jahren, z.B. die der 20-30 Jährigen.

altersgruppen1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verteilung der erreichten Punkte

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Welchen Kenntnisstand brachten die Teilnehmer mit? (unterteilt nach Altersgruppen)

altersgruppe_vorkenntnisse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

blau: advanced

rot: beginner

grün: expert

orange: none

Zum Kursende waren 7.924 Teilnehmer eingeschrieben.

Insgesamt wurden 1.320 Zeugnisse ausgestellt.

Blended Learning an der VHS Duisburg

Erstmals wurde ein MOOC aus dem openHPI Programm mit einer Präsenzveranstaltung an der Volkshochschule kombiniert. Die VHS Duisburg bot interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, den Online Kurs „Wie funktioniert das Internet?“ von Prof. Dr. Christoph Meinel gemeinsam zu besuchen.

Das lief folgendermaßen ab: Die Lerner sahen sich die Kursinhalte zuhause an und bearbeiteten den MOOC wie alle anderen Nutzer der openHPI-Plattform. Zusätzlich gab es jedoch wöchentliche Präsenz-Workshops, in denen offene Fragen besprochen und vertiefend diskutiert werden konnten.

Begleitseminar "Wie funktioniert das Internet?"

Josip Sosic, der das Projekt leitete, machte die Anwesenden zuallererst mit der openHPI Plattform vertraut. „Bei einigen gab es noch große Unsicherheiten im Umgang mit dem Internet“, so Sosic. „Leider haben manche der Teilnehmer den Kurs auch vorzeitig verlassen, da sie den Umfang der Lektionen nicht richtig eingeschätzt haben oder technisch mit der Oberfläche nicht zurechtgekommen sind.“ Es habe jedoch auch ein paar sehr ehrgeizige Hörer gegeben, die den Kurs bis zum Ende durchgezogen und mit Zeugnis abgeschlossen hätten.

Sein Fazit: „Solche Begleitseminare für openHPI-Kurse sind auf jeden Fall eine Sache, die wir an der VHS Duisburg weiter verfolgen werden.“ Das openHPI-Team freut sich darauf!

 

 

Auf einen MOOC mit Manuel Effenberg

Vor kurzem ging der MOOC zum Thema „Wie gründe ich erfolgreich ein IT-Startup?“ zu Ende. Für openHPI stellte dieser Kurs insofern eine Premiere dar, als dass zum ersten Mal ein Kurs mit wirtschaftlichem und nicht mit IT-Schwerpunkt auf unserer Bildungsplattform Eingang fand. Prof. Meinel erklärte im Eingangsvideo gemeinsam mit dem Kursleiter Manuel Effenberg, wie es dazu kam. Wir wollen Dr. Effenberg nun fragen, welche Erfahrungen er aus dem Kurs mitnimmt.

openHPI: Herr Dr. Effenberg, sind Sie zufrieden, wie der Kurs „Unternehmensgründung im IT-Bereich“ gelaufen ist?

M.E.: Definitiv! Wir haben mit unserem ersten Workshop zu diesem Thema auf openHPI über 6.000 Teilnehmer erreicht. Diesen konnten wir wichtiges Know-how und auch einige Tools für die Gründung eines IT-Start-ups mit auf den Weg geben. Daneben haben die Teilnehmer das bereitgestellte Forum intensiv genutzt, um miteinander zu diskutieren bzw. um ihre Erfahrungen auszutauschen, was uns ebenfalls sehr gefreut hat. Aus einzelnen Beiträgen konnten wir zudem wertvolles Feedback zu unserem MOOC erhalten, um das Kursdesign weiterzuentwickeln.

openHPI: Dies war der erste openHPI-Kurs zum Thema Entrepreneurship. Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dem Kurs mit?

M.E.: Durchweg positive! Zum einen haben wir uns sehr über das positive Feedback von den Teilnehmern gefreut, da wir uns mit den vorgestellten Inhalten in dieser Form zum ersten Mal einem derart breiten Publikum präsentiert haben. Zum anderen war es sehr aufschlussreich für uns zu sehen, welche Themen noch für die Teilnehmer von Interesse sind. Ich persönlich fand zudem einzelne Beiträge zu diskutierten Geschäftskonzepten sehr spannend, wie u.a. die Idee einer Handelsplattform von ICE-Sitzplatzreservierungen. Hieran wurde deutlich, wie aus einem Alltagsproblem die Idee zu einer Unternehmensgründung entstehen kann. Zusammengefasst war es sehr spannend und lehrreich zum ersten Mal einen MOOC zusammen mit dem Team von openHPI zu organisieren und durchzuführen.

openHPI: Der Kurs ging ja über zwei Wochen und konnte dadurch manche Themen nur anreißen. Was war Ihnen besonders wichtig hervorzuheben?

M.E.: Wie sie schon sagen, konnten wir die meisten Themen nur anreißen. Aber so war dieser erste Workshop unsererseits auch gedacht. Bei der Konzeption und Themenwahl ging es mir vor allem darum, die Teilnehmer für das Thema Entrepreneurship zu begeistern. Des Weiteren wollte ich die wichtigsten Konzepte im Gründungsprozess vorstellen, auf die wir in unserer täglichen Arbeit mit ambitionierten Gründern ebenfalls immer wieder zurückgreifen, wie z.B. der Business Model Canvas und das Konzept des Lean Start-ups. Jetzt können die Teilnehmer diese Themen im Selbststudium, oder noch besser im eigenen Gründungsprozess, vertiefen.

Hierzu möchte ich noch einmal betonen, wie wichtig es ist als Unternehmensgründer möglichst frühzeitig mit potentiellen Kunden in Kontakt zu treten, um Feedback zu seiner Produkt- bzw. Geschäftsidee zu erhalten. Nur so schafft man es, seine Aktivitäten richtig zu fokussieren und ressourceneffizient ein Start-up aufzubauen. Viele Gründer, v.a. im technisch-wissenschaftlichen Bereich, warten meistens zu lange bevor sie auf potentielle Kunden zugehen und verschwenden dadurch häufig Zeit und Geld!

 

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openHPI: Herr Dr. Effenberg, wann startet Ihr nächster Kurs?

M.E.: Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen überlegen wir natürlich einen Folgekurs aufzusetzen. Dieser sollte dann deutlich länger gehen, um die angesprochenen Themen in der Tiefe ausführlicher zu behandeln. Darüber hinaus überlegen wir aktuell, welche zusätzlichen Inhalte wir in einer geplanten Fortsetzung hinzufügen. Hier beobachten wir sehr intensiv das Kursfeedback der Teilnehmer. Die Frage nach einem konkreten Termin kann ich Ihnen aktuell jedoch noch nicht beantworten. Sollte dieser feststehen, werden wir aber natürlich wieder frühzeitig darauf hinweisen!

openHPI: Was möchten Sie den Lesern abschließend noch mit auf den Weg geben?

M.E.: Zuerst einmal hoffe ich, dass Ihnen die Informationen und Tipps von uns weiterhelfen, im besten Falle bei der Gründung Ihres eigenen Unternehmens. Hierzu möchte ich Ihnen mitgeben, dass Sie den Weg in die Selbstständigkeit wagen sollten, wenn Sie hiervon zu 100% überzeugt sind. Trauen Sie sich diesen Schritt zu – Sie leben bekanntlich nur einmal und sollten im Leben das machen, was Sie wirklich wollen und was Sie persönlich antreibt! Sicherlich müssen Sie viel Zeit und Schweiß während der Gründung Ihres Start-ups investieren, aber Sie werden auch sehr viel Neues lernen, was Sie in einem „normalen“ Job niemals bzw. nicht in der Zeitspanne gelernt hätten – daher nur Mut und viel Erfolg!

openHPI: Vielen Dank für das Gespräch!

Auf einen MOOC mit Prof. Meinel

Liebe openHPI’ler,

diese Woche endete der Kurs „Sicherheit im Internet“, in den zuletzt mehr als 11.000 Teilnehmer eingeschrieben waren. Wir wollen im openHPI-Blog den Kursleiter, Prof. Christoph Meinel, zu seinen Eindrücken befragen:

openHPI:    Herr Prof. Meinel, sind Sie zufrieden, wie der Kurs „Sicherheit im Internet“ gelaufen ist?

Ch.M.: Ja, auf jeden Fall! Die positive Stimmung im Kurs, die rege Beteiligung im Diskussionsforum und die hohe Teilnehmerzahl von über 11.000 Lernern sind ein toller Erfolg. MOOCs leben ja davon, dass eine Lerngemeinschaft entsteht und die Lernenden untereinander diskutieren, Erfahrungen austauschen – ja, teilweise auch über den Kursstoff hinaus miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen. Das ist in diesem Kurs gelungen und das freut mich besonders.

openHPI:    Der Kurs ging ja über 6 Wochen und hat eine Menge Wissen vermittelt. Was war Ihnen besonders wichtig hervorzuheben?

Ch.M.: Mir ging es bei der Konzeption und der Themenwahl vor allem darum, die Teilnehmer zu sensibilisieren. Wir leben in einer digitalisierten Welt und die Gefahren, die im Internet lauern, werden oft unterschätzt, obwohl sie bereits heute riesigen finanziellen und persönlichen Schaden anrichten. Mir war besonders wichtig, allen Lernern zu zeigen, was man als Nutzer tun kann, um sich und seine persönlichen Daten bestmöglich zu schützen und anhand einprägsamer Beispiele zu erklären, wieso es entscheidend ist, dies zu tun. Bei möglichen Schutzmaßnahmen spielt die Wahl eines starken Passworts eine essentielle Rolle.

openHPI:    Herr Prof. Meinel, wann startet Ihr nächster Kurs?

Ch.M.: Mein nächster Kurs wird im September/Oktober 2016 stattfinden. Darin wird es um das Thema „Wie funktioniert das Internet?“ gehen, also eine Frage, die alle betrifft, da das Internet aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Wir werden uns in diesem Kurs die Funktionsprinzipien und Technologien der lokalen und Weitverkehrs-Netzwerke anschauen. Außerdem wird das TCP/IP Referenzmodell, das dem Internet zugrunde liegt, allgemeinverständlich erklärt. Der Lernstoff ist so aufbereitet, dass die Kursteilnehmer kein IT-Know-how mitbringen müssen. Ich möchte alle Blog-Leser herzlich dazu einladen und würde mich freuen, recht viele von Ihnen in diesem Kurs begrüßen zu dürfen.

Prof. Dr. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik und Leiter des Fachgebiets Internet-Technologien und -Systeme.

openHPI:    Was möchten Sie den Teilnehmern und Teilnehmerinnen auf openHPI noch mit auf den Weg geben?

Ch.M.: Ich hoffe, dass die Informationen und Hilfestellungen, die ich im Internetsicherheitskurs gegeben habe, den openHPI-Lernern weiterhelfen und sie in der Praxis viel Anwendung finden. Als Aufruf und Rat an alle Teilnehmer: Bleiben Sie immer ein wenig misstrauisch, bevor Sie, z.B. bei der Installation einer App, ein Häkchen klicken und wählen Sie starke Passwörter für alle Dienste, die Sie nutzen. Schützen Sie Ihre digitale Identität wie Sie es auch mit Ihrer physischen Identität tun würden.

openHPI:    Vielen Dank für das Interview!

Erster Entrepreneurship-MOOC startet am 4. April auf openHPI

Warum Entrepreneurship?

Auf openHPI läuft ab dem 4. April ein zweiwöchiger Online-Workshop zum Thema „Erfolgreiche Unternehmensgründung im IT-Bereich“. Das kostenlose Angebot wurde von Manuel Effenberg, Dozent für IT-Entrepreneurship, konzipiert und soll einen Überblick geben über alle Punkte, die im Zuge einer Gründung bedacht werden müssen. Anmelden kann man sich unter https://open.hpi.de/courses/startup2016

openHPI hatte in der Vergangenheit ausschließlich IT-Kurse im Programm, die beispielsweise die Funktionsweise des Internets, verschiedene Programmiersprachen oder ähnliches behandelten. Der Institutsleiter Prof. Dr. Christoph Meinel erklärt im Trailer explizit, wie die Idee zu diesem Kurs entstand:

„Aus dem Kontext des HPI sind bereits sehr viele Startups hervorgegangen, ich nenne nur Dubsmash, die mit ihrer App in 78 Ländern weltweit auf Platz 1 im iTunes App Store liegen.Das HPI bietet seinen Studierenden Lehrangebote zum Thema Entrepreneurship an, um sie bestmöglich auf die Gründung eines Startups vorzubereiten. Die gewonnenen Erkenntnisse möchten wir nun auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.“

Import wooden sign with a street background

Was erwartet die Teilnehmer?

In diesem 2-wöchigen Massive Open Online Course (MOOC) werden alle entscheidenden Fragen besprochen, die man sich als angehender Entrepreneur stellen muss, z.B. die Gestaltung des Geschäftsmodells, die Produktentwicklung und die Möglichkeiten der Finanzierung. Manuel Effenberg, Leiter des Workshops, erklärt, wen er und sein Team gerne ansprechen möchte:

„Jeder, der sich für das Thema Entrepreneurship interessiert und eventuell sogar schon eine eigene Geschäftsidee mitbringt, ist herzlich eigeladen, mitzumachen und sich mit den anderen Teilnehmern im Kurs über seine Erfahrungen hierzu auszutauschen.“

Alle, die sich bereits selbständig gemacht haben oder die aus dem Unternehmenskontext kommen und sich dem Management ihrer Geschäftsmodelle widmen wollen, können sich auf den Onlinekurs „Business Process and Decision Modeling“ freuen, der am 11. April beginnt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://open.hpi.de/courses/bpm2016.

Sicherheit im Internet – Kursstart 8. Februar

Liebe openHPI’ler,

nächste Woche ist es endlich soweit. Der vollständig aktualisierte Kurs „Sicherheit im Internet“ startet unter der Leitung von Prof. Christoph Meinel. Sozusagen als Opening zum Safer Internet Day, der für den 9. Februar angesagt ist, soll der 6-wöchige MOOC die Grundlagen der Internetsicherheit vermitteln, aufzeigen, wo die Schwachstellen liegen und wie diese von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können. Hier können Sie sich für den Kurs anmelden.

Jede Kurswoche steht unter einem speziellen Thema, um Internetnutzern einen umfassenden Überblick über die technischen Grundlagen des Internets zu verschaffen und ein Verständnis dafür zu vermitteln, warum man selbst aktiv werden muss, um sich zu schützen. So stehen in der ersten Woche Sicherheitsprobleme und -ziele im Mittelpunkt, während in der zweiten Passwörter und digitale Identitäten Thema sind. Der Fokus liegt dabei auf deren Nutzen und auf Schutzmaßnahmen vor Diebstahl.

In der dritten Woche beschäftigt sich Prof. Meinel mit Viren, Würmern, Trojanern und Botnetzen. Die zweite Kurshälfte beginnt dann mit der Absicherung der Datenübermittlung im Internet und geht mit einer Einführung in die Kryptographie in Woche fünf weiter. Abschließend bekommen die Kursteilnehmer weiterführende Informationen zum Schutz ihres digitalen Ichs, privater WLANs und Mobilgeräte.

Sie haben schon 2014 an unserem ersten Kurs zur Internetsicherheit teilgenommen und fragen sich, ob es sich lohnt, erneut mitzumachen? Wir sagen: JA! Zu unserem letzten Kurs haben wir viel konstruktives Feedback bekommen, das wir gerne aufgegriffen haben, um es in die Gestaltung und Umsetzung des neuen Kurses einfließen zu lassen. Es wurde beispielsweise mehrmals angemerkt, dass die Kursinhalte weit über das hinaus gehen, was der Privatnutzer wissen müsste. Daher haben wir dieses Mal bestimmte Punkte weggelassen, die zu sehr in die Tiefe gehen und dafür Themen aufgegriffen, die den Privatnutzer direkt betreffen und die sicher auch Ihnen oft im Alltag begegnen, z.B. Health Tracker, Smart Home und diverse Apps.

Wir freuen uns auf Sie und sind gespannt auf Reaktionen, Wünsche und Kommentare!

Viele Grüße

Ihr openHPI Team

 

Online Security Technology background

 

Interaktive Programmierumgebung CodeOcean

Im Rahmen unserer Forschung am HPI haben wir mit CodeOcean eine interaktive Applikation entwickelt, die es den Teilnehmenden erlaubt praktische Programmieraufgaben im Browser auszuführen und auch direkt automatisiert bewerten zu lassen.

Solch eine Applikation ist nicht mit einer einfachen Webseite vergleichbar. Hier sind eine Menge Komponenten beteiligt, die alle aufeinander abgestimmt sein müssen, um reibungslos zusammen zu spielen. Gerade im Kontext einer MOOC Plattform, die dieses Werkzeug sehr vielen Teilnehmern zur Verfügung stellt, müssen hier eine Reihe von Faktoren berücksichtigt werden. Zum einen müssen die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden, zum Anderen muss dafür gesorgt werden, dass diese Ressourcen auch effizient ausgenutzt werden. Weiterhin müssen hier auch Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden: fremden Code auf dem eigenen Server auszuführen, sorgt, zumindest bei Systemadministratoren, für Unbehagen. Wie wir bereits in den vergangenen Kursen festgestellt haben, sind einfache Anfängerfehler, wie z.B. Endlosschleifen, hier allerdings das weitaus häufigere Problem als bewusste Angriffe.

Um all dies zu ermöglichen, bedient sich CodeOcean einer Reihe zum Teil sehr neuer Technologien. Während der ersten beiden Wochen des Python Kurses hatten wir Probleme auf CodeOcean, die wir zunächst fälschlicherweise für eine Überlastung des Servers gehalten haben. Eine nicht völlig unbegründete Schlussfolgerung, da sie ausschließlich dann auftraten wenn die Last durch die Teilnehmenden sehr hoch war.
In einer derart komplexen Umgebung einen Fehler zu finden, gerade wenn er sich nicht einfach reproduzieren lässt, ist nicht ganz trivial und vor allem auch langwierig. Nach der guten alten Regel: „wenn was nicht funktioniert, such den Fehler zuerst bei dir selbst“, haben wir lange in unserem Code herum gestochert (und dabei auch durchaus noch einiges optimiert). Das grundsätzliche Problem haben wir leider erst recht spät entdeckt. Eine von uns verwendete Library hatte einen Bug; nach einem einfachen Update auf die in der Zwischenzeit berichtigte Version dieser Library, lief das System wieder so stabil wie wir uns das von Anfang an gewünscht hätten.

Die Situation am vorigen Sonntag sah in etwa so aus. Der Screenshot zeigt die Auslastung der verfügbaren Ressourcen.
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Unter dieser Last brach Code Ocean dann auch immer wieder zusammen. Die gelbe Kurve zeigt die verfügbaren Ausführungs- und Bewertungsumgebungen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Diese Situation wiederholte sich je nach Last unterschiedlich oft. Das geschah auch schon vor dem Sonntag, hatte jedoch bis dahin bei weitem noch nicht diese Ausmaße angenommen.
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Seit Dienstag sieht die Situation wie im folgenden Screenshot aus. Sehr schön sieht man eine vereinzelte Endlosschleife [12] eines Teilnehmers/einer Teilnehmerin. Diese Endlosschleifen werden in der Regel nach einige Sekunden von CodeOcean beendet. Für den Fall, dass das mal nicht gelingt, gibt es eine zweite Ebene die diese Prozesse nach ebenfalls kurzer Zeit endgültig beendet.

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CodeOcean läuft seither nahezu durchgängig stabil. Die folgende Grafik zeigt die Auslastung zu einem zufälligen Zeitpunkt. Wir hatten diese Kurve sowie weitere Monitoringsysteme während der gesamten Woche unter Beobachtung. Mit Ausnahmen von wenigen Minuten an manchen Tagen waren immer ausreichend Ressourcen vorhanden.
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Wer nun glaubt das liegt daran, dass die meisten Teilnehmenden vor Verzweiflung aufgegeben hatten, liegt falsch wie die folgende Grafik zeigt. Hier sieht man die Anzahl der Code-Ausführungen und der Code-Bewertungen pro Tag seit Kursbeginn. Die Größe der Spitze am 22.11. (vorigen Sonntag) ist vermutlich sowohl darauf zurück zu führen, dass es die oben geschilderten Probleme gab, als auch, dass sie die Probleme verursacht hat. Oder anders herum gesagt, vermutlich hat sich die Situation hochgeschaukelt. Durch die nahende Abgabefrist am Montag wurde CodeOcean besonders stark belastet. Als es dann nicht mehr reagiert hat, wurde immer öfter auf die Ausführen und Bewerten Buttons geklickt.

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Auch zu Beginn des Java Kurses vor einem halben Jahr hatten wir einige Probleme. Die Auswirkungen auf die Teilnehmer waren zwar sehr ähnlich, die Ursachen waren aber Andere. Zwischen den beiden Kursen haben wir CodeOcean so erweitert, dass es nun möglich ist mit den laufenden, selbstgeschriebenen Programmen zu interagieren. Klingt vielleicht nach nicht viel, im Hintergrund steckt da aber schon einiges an Arbeit drin.

Diese Forschung und Entwicklung ist nur durch die aktive Mithilfe der vielen Teilnehmenden im Kurs machbar.
Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei Allen bedanken, die trotz der Startschwierigkeiten dabei bleiben und uns helfen die Kurse erfolgreich zu Ende zu bringen.
Vielen Dank auch an Alle, die uns immer wieder auf auftretende Fehler, Schwachstellen oder Ideen für zusätzliche Features auf openHPI hinweisen.
Nur durch Ihre Mitarbeit können wir es schaffen die Plattform kontinuierlich weiter zu verbessern.

SPOCs vs. MOOCs? Zu einer Scheindebatte

Genau betrachtet, entpuppen sich die kürzlich in einer Wochenzeitung zum neusten Trend deklarierten SPOCs als nichts anderes als das alte E-Learning – lediglich schön verpackt in einen neuen Begriff.

Als MOOC-Vorreiter im europäischen Raum kann das Hasso-Plattner-Institut (HPI) mit seiner Plattform https://open.hpi.de auf einen relativ hohen Prozentsatz an Teilnehmerinnen und Teilnehmern verweisen, der die offenen Onlinekurse zu Themen der Informationstechnologie erfolgreich abschließt: Im Schnitt sind es 15 bis 20 Prozent. Wenn man nur die aktiven Nutzer betrachtet, die mindestens einmal einen Beitrag im Diskussionsforum gepostet oder eine Hausaufgabe eingereicht haben, sind es über 50 Prozent. MOOCs pauschal hohe Abbrecherquoten zu unterstellen, ist also falsch.

Im Gegensatz zu Präsenzkursen an der Universität startet einfach nicht jeder Teilnehmer mit der Intention, ein Zeugnis zu erwerben. Viele finden zwar die Inhalte spannend, haben jedoch keinen Bedarf an einem Abschlussnachweis. Hinzu kommen sogenannte No-Shows, Nutzer, die sich für einen Kurs einschreiben, dann aber während der Kurslaufzeit kein einziges Mal auftauchen.

Die Wissensvermittlung in MOOCs undifferenziert als „Frontalunterricht“ abzutun, wird der Realität nicht gerecht. Es gibt zahlreiche MOOC-Anbieter, die eine Vielzahl anderer Unterrichtsformen nutzen oder aktuell intensiv am Einsatz neuer Methoden arbeiten. Peer Assessments, bei denen Nutzer die Aufgaben anderer Nutzer bewerten und der Austausch mit anderen Lernern in einem Diskussionsforum sind Beispiele für die Interaktion in der Lerngemeinschaft als Teil des Lernprozesses. Auch Hands-On-Aufgaben, die gerade in Programmierkursen häufig zum Einsatz kommen, fordern aktives Mitdenken und fördern praktische Fähigkeiten.

Ein Ende der Präsenzuniversität ist tatsächlich nicht zu erwarten, denn MOOCs sollen diese ja nicht ablösen, sondern ergänzen. Bei openHPI beobachten wir, dass der Großteil der Nutzer schon längst aus dem Studienalter heraus ist und fest im Berufsalltag steckt. Für diese Menschen ist das Angebot, Wissen in Bereichen aufzubauen, die für das persönliche und berufliche Weiterkommen, wichtig und hilfreich sind, sehr wertvoll. Gleiches gilt für betriebliche Schulungen und Fortbildungsangebote, die Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereithalten. Branchenübergreifend erkennen immer mehr Unternehmen von SAP über Metro bis zur Telekom die Chancen, die in MOOCs stecken und setzen diese um.

Natürlich gibt es unterschiedliche Lerntypen und manche bevorzugen das Lernen in Kleingruppen. Dieses wird innerhalb der größeren Lerngemeinschaft eines MOOCs zum Beispiel durch die Bildung von Lerngruppen (Collab Spaces) ermöglicht. Gerade aufgrund der Heterogenität in der Gruppe von Lernenden ist es wichtig, einen Mix verschiedener Lernformate anzubieten.

MOOCs als unterstützendes Bildungsmedium im Zeitalter immer schnellerer digitaler Transformation sind sicher nicht Stein der Weisen, aber doch ein wichtiges Element im System unserer Gesellschaft.

 

Über openHPI

openHPI ist die Internet-Bildungsplattform des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts. Bei openHPI können Sie in einem weltweiten sozialen Lernnetzwerk an interaktiven Online-Kursen zu verschiedenen Themen der Informationstechnologie (IT) teilnehmen.