Peer Assessment – Wie streng bewerten sich Lerner gegenseitig?

WIMACamp 2018 – Interessantes rund ums Wissenschaftsmarketing

Am 19. Juni war es wieder soweit: Die TU Berlin lud Bildungsverantwortliche aus Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen ein, sich in ungezwungener Atmosphäre zum Thema Wissenschaftsmarketing und Wissenschaftskommunikation auszutauschen. Wie schaffe ich eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für neue Technologien? Wie funktioniert der Wissentransfer zwischen Forschung und Wirtschaft? Wie vermittle ich einer breiten Bevölkerung komplizierte Forschung und wissenschaftlichen Alltag ohne reine Ergebnisschau zu betreiben? Das und viele weitere spannende Fragen wurden in Diskussionsrunden und Workshops diskutiert.

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem Motto Das WIMACamp18 ist dein ThemenCamp! Wir stellen nur die Zelte auf. waren alle Teilnehmer gleichermaßen aufgerufen, Themen zu pitchen oder einfach eine Frage in den Raum zu stellen. Bei der großen Auswahl an Sessions war es manchmal schwierig sich zu entscheiden. „Wie geil ist eigentlich Video?“, „Tipps zum Thema Storytelling“, „Hochschulmarketing – Wie sorge ich für hohe Bewerberzahlen?“ oder „Entdecke deine unternehmerischen Fähigkeiten!“ – Wie schnell 45 Minuten doch vorbei gehen!

Peer Assessment als Format für Online und Offline

Wir nutzten die Gelegenheit, das Peer Assessment Tool vorzustellen, welches Online-Lerner auf openHPI schon in mehreren Kursen kennenlernen konnten. Beim Peer Assessment bewerten Lernende sich gegenseitig. Die Bearbeitung der Aufgabe erfolgt individuell oder in Teamarbeit. Gerade in großen Gruppen lassen sich damit auch offene Aufgabestellungen sehr gut bewältigen. Auch wenn der Großteil der Lerner die Peer Assessment Methode sehr schätzt und angibt, durch den Einblick in die Lösungen anderer einen größeren Lernerfolg zu erzielen, gibt es auch kritische Stimmen. So schrieben Forenteilnehmer auf openHPI zum Beispiel: „Ich persönlich halte es nicht für sinnvoll, von Laien bewertet zu werden und werde mir auch nicht anmaßen als Laie einen anderen Teilnehmer zu bewerten.“ In unserem Workshop machten mein Kollege Tom und ich mit den Teilnehmern die Probe aufs Exempel. Und zwar nur mit Zettel und Stift.

 

 

 

 

 

 

 

Die Aufgabe bestand darin, einen Catering-Plan für die nächste Konferenz zu erstellen, der einerseits originell sein, andererseits das Networking anregen sollte. Die Skizze wurde danach anonym und nach dem Zufallsprinzip zwei anderen Personen im Raum weitergegeben, die den Vorschlag nach bestimmten Kriterien  bewerten sollten. Danach erhielt die Verfasser ihre Lösung sowie die Bewertungen und das geschriebene Feedback der anderen zurück. Die teils kritischen Fragen („Fördert man mit einem Selbstbewertungsschritt nicht opportunistisches Verhalten?“) und das offene Feedback haben uns sehr gut gefallen. „Ich habe nun wirklich gemerkt, was es bei mir selbst bewirkt, zu sehen, wie andere an die gleiche Aufgabe herangehen. Das hat mir wirklich geholfen!“, meinte eine Teilnehmerin am Ende des Workshops. Nächstes Jahr sind wir gerne wieder mit dabei!

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Über openHPI

openHPI ist die Internet-Bildungsplattform des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts. Bei openHPI können Sie in einem weltweiten sozialen Lernnetzwerk an interaktiven Online-Kursen zu verschiedenen Themen der Informationstechnologie (IT) teilnehmen.